02.10.2020 - Tags:


Erntedank 2020

Seit einigen Tagen machen uns die frischeren Temperaturen unmissverständlich klar: Der Herbst ist da und somit steht auch Erntedank vor der Tür.
Eine gute Zeit, das Landwirtschaftsjahr im Rückblick zu betrachten.
 

Dürre als anhaltende Herausforderung

2020 erleben wir das dritte Jahr in Folge mit extremer Dürre. Rekordsommer in 2018 und 2019 mit monatelanger Hitze und Trockenheit sorgten für extremen Wassermangel im Boden, der auch durch einige Regenperioden in 2020 nicht ausgeglichen werden konnte. Im August legte der Sommer noch einmal nach und schickte uns eine Hitzewelle mit Temperaturen von mehr als 35 Grad, was die Situation nochmals deutlich verschlimmerte.

Die Konsequenzen für unsere Pflanzen waren erheblich. Gestresst durch die Wasserknappheit waren sie anfälliger für Krankheiten und Schädlinge. So hatten wir im Sommer mit einer Läuse-Invasion zu kämpfen, die uns die komplette Ernte unserer dicken Bohnen und Einbußen bei anderen Gemüsesorten gekostet hat. Viel Zeit und Geld mussten wir in die Bewässerung der Felder investieren.

Deutlich früher als gewohnt fanden unsere Rinder auf den ausgedörrten Weiden nicht mehr ausreichend Nahrung und wir waren gezwungen, Silage, die eigentlich für die kalte Jahreszeit gedacht war, bereits im Sommer beizufüttern.
 

Corona und die Landwirtschaft

Doch nicht genug: Als Branche, die ganz besonders von der Unterstützung durch ErntehelferInnen aus Osteuropa abhängig ist, stellte uns die Corona-Pandemie vor außergewöhnliche Herausforderungen. Einige Wochen mussten wir vollständig auf unsere erfahrenen Arbeitskräfte aus Rumänien verzichten.

Glücklicherweise unterstützten uns in dieser Zeit viele Aushilfen aus der Region, die nach Einarbeitung zunächst stundenweise die körperlich anstrengenden Arbeiten auf dem Feld übernehmen konnten. Dabei waren sehr viele neue Auflagen zu beachten und deren Umsetzung sicherzustellen. Und auch als die Einreiseverbote gelockert wurden, blieben doch die neuen Vorsichts- und Hygienevorgaben, die erheblichen Mehraufwand in der Verwaltung sowie im täglichen Einsatz mit sich brachten.
 

Danke!

Was für ein aufreibendes und kräftezehrendes Jahr! Trotzdem sind wir alle satt geworden!
Das verdanken wir vielen tatkräftigen MitarbeiterInnen, Aushilfen und nicht zuletzt unseren KundInnen. Alle haben maßgeblich dazu beigetragen, dass wir bislang die riesigen Herausforderungen bewältigen konnten.

Wir laden Sie herzlich ein, einen Moment innezuhalten, darüber nachzudenken und zu danken.

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