15.07.2020 - Tags:

Kein "Billigfleisch"

Der Corona-Ausbruch beim Schlachtgiganten Tönnies hat landesweit für Wirbel gesorgt.
Fragwürdige Zustände, die jahrelang zwar bekannt, aber von der Politik toleriert wurden, sind plötzlich im Fokus der Öffentlichkeit.   

Selbstverständlich unterstützen auch wir den Appell, dass der ewige Preiskampf beim Fleisch auf Kosten der Arbeiter, der Landwirte und nicht zuletzt der Tiere endlich ein Ende finden muss.
 

Chance der Bio-Branche

Bio-Fleisch nimmt nach wie vor nur einen sehr geringen Marktanteil ein.

Das ist einerseits natürlich sehr schade in Bezug auf Nachhaltigkeit und Tierwohl.
Andererseits ist die Bio-Sparte mit ihren zusätzlichen Auflagen gerade deswegen für die großen Schlachtbetriebe wenig rentabel.

Kleinen und mittleren Unternehmen bietet sich also die Chance sich auf die Verarbeitung von Bio-Fleisch zu spezialisieren und dem Preiskampf zu trotzen.
 

Regionale Partnerschaften

Wir bringen unsere Tiere zur Schlachtung nach Simmerrath-Lammersdorf zur bio-zertifizierten Metzgerei Genter. Dort beschäftigt Frank Radermacher 11 Mitarbeiter, 3 davon in der Schlachtung. Zum Betrieb gehört auch eine eigene Rinderherde. Geschlachtet wird etwa zwei bis drei Mal pro Woche.

Abgehangen, zerlegt und weiterverarbeitet wird das Fleisch dann allerdings bei unserem Partner in Würselen, der [Metzgerei Schwartz]. Dort sorgt eine Handvoll gut ausgebildeter Fleischer für eine hochwertige Qualität der Produkte. Ein Teil unseres Fleisches wird auch direkt dort verkauft.

In Ausnahmefällen, wenn wir und auch die Metzgerei Schwartz noch ausreichend Ware haben, bringen wir unsere Tiere zur [Schlachterei Thönes e.K.] (hat nichts mit Tönnies zu tun!) in Wachtendonk. Die Transportzeit liegt bei etwa 1,5 Stunden.
 

Klasse statt Masse

Genau so wie die Massentierhaltung kein zukunftsfähiges Konzept ist, sollte auch die Schlachtung und Verarbeitung kein industrieller, anonymisierter Prozess sein.

Man kann nur immer wieder appellieren: weniger Fleisch - dafür hochwertiges!
Aber unseren geschätzen Kunden brauchen wir das ja nicht zu erzählen.

 

Kommentare
15.07.2020 - 06:39 - Antonia Müther-Langen
Antwort
Danke für diese wichtige Information. Sie wird mein Einkaufs- und Bestellverhalten beeinflussen!!
15.07.2020 - 07:46 - Kersting
Antwort
Trotzdem finde ich die Transporte zum Schlachten für die Tiere einfach zu lang. Die haben mit Sicherheit Stress und schütten entsprechende Hormone aus. Die Angst isst man mit.
15.07.2020 - 08:08 - Gut Paulinenwäldchen
Antwort
Vielen Dank für diesen Einwand. In der Tat ist der Transport natürlich mit Stress verbunden. Gerade bei Schweinen kann sich das in der Tat auf die Fleischqualität auswirken. Auf der Seite der Schlachterei Thönes (siehe Link im Beitrag) ist aber noch einmal schön erklärt, dass es genau deswegen eine Eingewöhnungszeit von mindestens 6 Stunden gibt, in der die Tiere sich beruhigen können.

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